Titel der Veranstaltung

Hans Castorp, Ingenieur aus gutbürgerlichen Verhältnissen, reist im Sommer 1907 für drei Wochen aus seiner Heimatstadt Hamburg nach Davos, um seinen lungenkranken Vetter zu besuchen. Der hermetische Zauber des vornehmen Sanatoriums Berghof und die verführerische Zeit- und Weltabgewandtheit ziehen ihn derart in seinen Bann, dass er die Abreise immer wieder aufschiebt. So werden aus Wochen Monate und aus Monaten sieben Jahre, in denen die Zeit und Alltag ausklammernde Monotonie der horizontalen Lebensweise zwischen Fiebermessen, Liegekur, Röntgen und Speisesaal ihm bald als die für ihn einzig passende erscheint. Durch die Allianz von Lust und Erregung, Begehren und Tod, die für ihn zum Maß aller Dinge wird, gehen für Castorp – wie für alle Patienten – Vergangenheit und Zukunft ineinander über, so dass er jedes Zeitgefühl verliert und er immer mehr der Welt und der Zeit verloren geht. Gleichzeitig verändert sich durch die Faszination des Todes sein Denken. Er stellt sich Fragen, die er sich nie zuvor gestellt hat. Welcher der zwei Lebenswege ist der richtige, fragt er die faszinierende kirgisenäugige Russin Clawdia Chauchat: der gewöhnliche, direkte und brave oder der andere ...

Mit Jacqueline Macaulay, Marc Baum, Ulrich Gebauer, Wolfram Koch, Rolf Mautz und Maik Solbach

Regie: Frank Hoffmann

Bühnenbild: Christoph Rasche

Kostüme: Jasna Bosnjak

Masken: Jasmin Schmit

Musik: René Nuss

Lichtdesign: Daniel und Zeljko Sestak

 

Einführung durch Regisseur Frank Hoffmann um 19 Uhr.

Bilder © Bohumil Kostohryz

Zauberberg

Termine


SCHAUSPIEL NACH DEM ROMAN VON THOMAS MANN. EIN GASTSPIEL DES THÉÂTRE NATIONAL DU LUXEMBOURG.

Spielstätte: Große Bühne

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